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Aktuelles aus Dobbrikow: 800 Jahre Ersterwähnung und weitere Jubiläen, Neues vom Radwegbau, Fossilien und Elche

Jubiläum: 800 Jahre Ersterwähnung von Dobbrikow.

Dobbrikow begeht 2021 das Jubiläum der schriftlichen Ersterwähnung vor 800 Jahren. Erstmals wurden die Seen von Dobbrikow - "Stagna Doberchowe" urkundlich in einer Bulle von Papst Honorius III. erwähnt. Die päpstliche Besitzbestätigung des Klosters Zinna ist in einem Kopialbuch des Klosters Mariental bei Helmstedt überliefert (Quelle: Geschichtsblätter für Stadt und Land Magdeburg, Staatsarchiv Wolfenbüttel). 

 

Jubiläen in Dobbrikow

Die Ortsgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Dobbrikow wurde 1931 gegründet und begeht in diesem Jahr das 90 jährige Jubiläum.

Vor 60 Jahren wurde der Anglerverein Dobbrikow e.V. gegründet.

Neues vom Radwegbau an der L 73!

Auf der Hauptausschusssitzung der Gemeinde am 19.01.2021wurde mitgeteilt, dass die Baumfällarbeiten im 1.Bauabschnitt zwischen Luckenwalde und Berkenbrück durchgeführt werden sollen.  Die Baumrodungen müssen aus naturschutzfachlichen Gründen zwingend bis Ende Februar 2021 realisiert werden.

Mit Erhalt des Zuwendungsbescheides durch die ILB soll so dann die Ausschreibung und
Vergabe der anschließenden baulichen Herstellung des Radweges Luckenwalde – Berkenbrück erfolgen.

In Bezug auf die bisherige Terminkette ist das Projekt aufgrund des fehlenden Fördermittelantrages bei der Plangenehmigung und damit auch in der Ausschreibungsvorbereitung in Verzug. Eine vollständige Ausschreibung (Luckenwalde – Hennickendorf) mit einem Baubeginn zum 08.02.2021 ist mangels vorliegendem Fördermittelbescheid nicht mehr durchführbar.

Auch der 3.Bauabschnitt zwischen Hennickendorf und Dobbrikow macht den Planern erhebliche Sorgen, weil hier das Pfefferfließ und naturschutzfachlich hochwertige Flächen gequert werden müssen. Dies dürfte die Kosten weiter nach oben treiben und den Zeitplan sprengen.

Weinberg Dobbrikow: Geschiebefund mit fossilienhaltigen Kalken aus dem Silur

Nach Einschätzung des Landesamts für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg (LBGR Brandenburg) handelt es sich bei dem Fund vom Weinberg Dobbrikow um ein Geschiebe aus dem Paläozoikum. Er gelangte mit der Saale-Vereisung von der Ostsee nach Dobbrikow.

Stratigraphie / Paläogeographie: Silur, vermutlich Ober-Silur / Schelf von Baltica

Lithologie: bioklastischer Kalkstein

Leitgeschiebe: vermutlich Roter und Grauer Beyrichienkalk / Ostsee zwischen Schweden und Estland

Die Besonderheit des Fundes besteht wegen seiner Größe und seiner Vielfalt an Fossilien, die eine Rekonstruierbarkeit der Paläoökologie am Meeresgrund des Schelfs vom ehemaligen Kontinent Baltica zur Zeit des Silur an einem Stück ermöglichen.

Dobbrikow ist Elcheinstandsgebiet

Seit drei Jahren ist Dobbrikow Schwerpunkt im Einstandsgebiet eingewanderter Elche (vgl. HNE Eberswalde, 2019).

Das Einstandsgebiet wird im Wesentlichen durch die L 73, die B 246 und K 7220 begrenzt. Die Elche queren dabei immer häufiger stark frequentierte, öffentliche Straßen. Elch Berts Streifzüge werden mit einem GPS Sender verfolgt. So sind 212 Straßenquerungen zu verzeichnen (vgl. HNE Eberswalde, 2019).

Unfälle mir Elchen sind besonders schwerwiegend, wie Erfahrungen in Skandinavien lehren. Es besteht eine erheblich höhere Gefahr für Leib, Leben und Güter als bei einem Unfall mit anderen Schalenwildarten. Ein Verkehrszeichen, dass vor die Straße wechselnde Elche wie in Skandinavien warnt, ist in Deutschland nicht bekannt. Das StVO Zeichen 142-10 – Wildwechsel - dürfte dem vermutlich ungenügend Rechnung tragen, da es sich vermutlich nur auf die bisher bekannten Schalenwildarten wie Rehwild, Schwarzwild, Damwild und Rotwild bezieht.

Der für die Kreisstraße zuständige Landkreis Teltow-Fläming sah nun Handlungsbedarf und brachte an der Nettgendorfer Straße (K 7219) ein Hinweisschild an, welches den Fahrzeugführern anzeigt, dass sie in das Elch-Einstandsgebiet einfahren.  Zwischenzeitlich entwendet, jedoch nach kurzer Zeit wieder zurückgebracht, wurde es erneut am Ortseingang Dobbrikow angebracht.

Offen bleibt, warum die für die Verkehrssicherheit zuständige Behörde keine Schilder an der stark frequentierten Landesstraße L 73 anbringt. Immerhin beträgt die Verkehrsstärke hier 2.435 Fahrzeuge/24-h (LS Brandenburg, 2015).